Primarstufe

Dominique Baeriswyl, 24.04.2018

Bildungsziel
Die Primarstufe vermittelt den Schülerinnen und Schülern eine stabile Grundausbildung und bereitet sie auf den Besuch der Sekundarschule vor. Sie fördert die Persönlichkeitsentwicklung und die Selbstständigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler.

Eintritt und Dauer
Die Primarstufe dauert 8 Jahre. Kinder, die vor dem 31. Juli das 4. Altersjahr zurückgelegt haben, treten auf Beginn des nächsten Schuljahres in die Primarstufe ein. 

Details

Primarstufe
Die Primarstufe umfasst zwei Jahre Kindergarten und die 1. bis 6. Klasse der Primar­schule. Sie ist in zwei Zyklen eingeteilt: Der Kindergarten und die 1. und 2. Klasse bilden den 1. Zyklus. Der 2. Zyklus umfasst die 3. bis 6. Klasse. Der Lehrplan und die Laufbahnverordnung sind die Grundlage für den Unter­richt. Den Schülerinnen und Schülern wird eine ganzheitliche Grundausbildung vermittelt.


Kindergarten

Die Einschulung in den obligatorischen Kindergarten erfolgt mit dem vollendeten 4. Altersjahr. Die wichtigste Tätigkeit im Kindergarten ist das Spiel. Wenn Kinder spielen, lernen sie. Sie lernen beim Beobachten, Imitieren, Mitmachen, Gestalten oder im Gespräch. Interessiert und motiviert erproben und erweitern die Kinder ihre eigenen Fähigkeiten. Die Kinder erleben Spielen und Lernen als Einheit.


Primarschule

Die Primarschule führt den Bildungsauftrag nahtlos weiter und knüpft an die Methoden und Techniken des Kindergartens an. Unter Berücksichtigung des jeweiligen Entwick­lungsstandes des Kindes wird auf den individuellen Fähigkei­ten und Fertigkeiten aufgebaut. Ab der 3. Primarschulklasse wird als erste Fremdsprache Franzö­sisch und ab der 5. Klasse zusätzlich Englisch als zweite Fremdsprache unterrichtet. Kinder mit besonderem Bildungsbedarf werden integrativ oder separativ über die Spezielle Förderung oder Sonderschulung unterstützt.  Angebote sind zum Beispiel die Integrative Schulungsform, Deutsch als Zweitsprache, Logopädie, Kleinklassen oder Tagessonderschulen. Ausserhalb des Stundenplans finden die freiwilligen Angebote der Musikschulen sowie Kurse zur Vermittlung heimatlicher Sprache und Kultur statt. Kirchlicher Religionsunterricht kann innerhalb oder ausserhalb des Stundenplans stattfinden. An einigen Schulen haben die Gemeinden auf eigene Initiative Aufgabenhilfen, Mittagstische, Nachmittagsbetreuung oder Schulsozialarbeit eingerichtet.


Neuerungen ab Schuljahr 2015/16

1. Zyklus
  • Neuer Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft
  • Neue Stundentafel, Lektionen zu 45 Minuten
2. Zyklus
  • Neuer Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft
  • Neue Stundentafel, Lektionen zu 45 Minuten
  • Check P6 in der 6. Klasse obligatorisch
    (Check P3 in der 3. Klasse wie bisher freiwillig)
  • Verlängerung um 1 Jahr (2. Klasse)

Unterstufe

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 02.09.2016

Die Unterstufe ist ein Bestandteil der 8 Jahre dauerenden Primarstufe. Die Unterstufe beinhaltet die 1. und 2. Klasse. Der Unterricht in der 1. bis 2. Klasse hat ganzheitlichen Charakter. Das Gewicht liegt auf dem Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen. Zum Unterrichtspensum gehört auch Musik und Bewegung. 

Details

Die Einführungsklasse bereitet Schülerinnen und Schüler während zwei Schuljahren auf den Übergang in die 2. Klasse der Primarstufe vor. Der Besuch der Einführungsklasse zählt als ein Schuljahr. Die Einführungsklasse eignet sich für Schülerinnen und Schüler mit einer Reifeverzögerung.
Die Kindergartenlehrperson bespricht zusammen mit der schulischen Heilpädagogin, ob ein Kind im Rahmen des EK-Kontingents für die Einführungsklasse empfohlen wird.
Eine EK-Empfehlung muss von der Kindergartenlehrperson schriftlich festgehalten werden und den Eltern zur Unterschrift vorgelegt werden. Erklären sich die Eltern mit der Empfehlung zur Einschulung in die Einführungsklasse einverstanden, meldet die Kindergartenlehrperson das Kind der Schulleitung.
Die Einführungsklasse wird als Mehrjahrgangsklasse geführt. In der Mehrjahrgangs - Einführungsklasse stehen maximal 12 Plätze zur Verfügung.
Nach der Einführungsklasse treten die Kinder bei entsprechendem Leistungsstand in die 2. Klasse der Primarstufe ein. Falls erforderlich, wird eine Schülerin/ein Schüler in der 2. Klasse durch die Integrative Schulungsform unterstützt. Der SPD/KJP beantragt diese Massnahme. Es besteht ausserdem die Möglichkeit, dass eine Schülerin/ein Schüler nach der Einführungsklasse in die Kleinklasse übertritt. Der SPD/KJP beantragt diese Massnahme im Einverständnis mit den Eltern.

Die Unterstufe kann ab dem 2. Schuljahr auch in der Kleinklasse absolviert werden.

Mittelstufe

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 02.09.2016

Auf die Unterstufe folgen die 4 Schuljahre in der 3. bis 6. Klasse der Mittelstufe. In der Mittelstufe hat der Unterricht nach wie vor ganzheitlichen Charakter, doch werden die einzelnen Fächer stärker betont. Es geht in der Mittelstufe um die Festigung und den Ausbau der elementaren Kulturtechniken, um das Einüben von Lern- und Arbeitsweisen, sowie um die Verflechtung mit anderen Inhalten, z.B. Natur, Mensch, Gesellschaft. 

Die Mittelstufe kann auch in der Kleinklasse absolviert werden. Die Kleinklasse hilft lernschwachen Kindern in möglichst individueller Unterrichtsform die Lehrplanziele zu erreichen. Das Ziel der Kleinklasse ist der Übertritt in die Regelklasse.

Details

Im Zusammenhang mit der Bildungsharmonisierung wird ab Schuljahr 2012/2013 ab der 3. Klasse Französisch unterrichtet. Ab Schuljahr 2014/2015 beginnt ab der 5. Klasse - ebenfalls im Rahmen der Bildungsharmonisierung - der Englischunterricht.

Ab Schuljahr 2015/2016 wird die Primarschule erstmals bis in die 6. Klasse geführt. Jeweils anschliessend folgt der Übertritt in die Sekundarschule I.

Beurteilung

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 02.09.2016

Standortgespräch

In der Mitte jeden Schuljahres findet ein Standortgespräch statt. Im Standortgespräch erörtert die Klassenlehrperson den Erziehungsberechtigten aufgrund ihrer Beobachtungen die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder. Neben der Beurteilung der fachlichen Kompetenzen wird auch dem Lern-, dem Arbeits- und dem Sozialverhalten besondere Beachtung geschenkt. Je nach Alter und Situation nimmt die Schülerin oder der Schüler an diesem Gespräch teil.

Details

Zeugnis 1. / 2. Klasse

Am Ende der 1. und 2. Klasse erhalten alle Schülerinnen und Schüler ein Zeugnis. Mittels der Prädikate «Hohe Anforderungen erfüllt», «Erweiterte Anforderungen erfüllt», «Grundanforderungen erfüllt» und «Grundanforderungen nicht bzw. teilweise erfüllt» wird für jedes Fach festgehalten, welcher Leistungsstand / welche Kompetenzen das Kind erreicht hat. Eine einvernehmliche Lösung zwischen Erziehungsberechtigten und Klassenlehrperson über die weitere schulische Laufbahn wird angestrebt.


Zeugnis 3. / 4. / 5. / 6. Klasse
Am Ende der 3., 4., 5. und 6. Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zeugnis. In den Fächern Deutsch, Mathematik und Natur, Mensch, Gesellschaft wird die Beurteilung mit einer Note eingetragen. Damit ein Kind in die nächste Klasse befördert werden kann, muss der Durchschnitt mindestens 4,0 betragen. Erreicht ein Schüler oder eine Schülerin diesen Notendurchschnitt nicht, muss er oder sie die Klasse repetieren.

Übertrittsgespräch
In der Mitte der 6. Klasse macht die Klassenlehrperson einen Vorschlag für die Zuweisung in ein Anforderungsniveau der Sekundarschule (Niveau A = allgemeine Anforderungen, Niveau E = erweiterte Anforderungen oder Niveau P = progymnasiale Anforderungen). Die Erziehungsberechtigten, die mit diesem Vorschlag nicht einverstanden sind, melden ihr Kind für die Übertrittsprüfung an. Das Resultat dieser Übertrittsprüfung entscheidet über die Zuweisung in eines der Anforderungsniveaus.

Check P3 und P6
Vor den Herbstferien findet jeweils die Durchführung des Checks P3 und P6 statt. Die Checks sind obligatorisch.

Checks sind Leistungstests im Rahmen des Bildungsraums Nordwestschweiz. Sie dienen der individuellen Förderung und als Orientierungshilfe im Hinblick auf einen Übertrittsentscheid.

Die Resultate der Checks fliessen nach Abschluss der Einführungsphase der Checks und des Abschlusszertifikats ab dem Schuljahr 2020/2021 in die Leistungsbeurteilung im jeweiligen Schuljahr ein.