Ergänzendes Angebot

Der Unterricht im Kindergarten und in der Primarschule wird von einem umfangreichen ergänzenden Angebot angereichert, welches auf die speziellen Bedürfnisse einzelner Schülerinnen und Schüler eingeht. Die folgenden Links führen Sie schnell zum entsprechenden Angebot.

Förderung

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 02.09.2016

Integrative Schulungsform (ISF)
Die Integrative Schulungsform hilft jeder Schülerin und jedem Schüler, persönliche Lernerfolge zu erlangen. Kinder mit besonderem Bildungsbedarf arbeiten grundsätzlich auf derselben Leistungsstufe wie die anderen Schülerinnen und Schüler der Klasse. Werden die regulären Lernziele – trotz ISF-Unterstützung – in einem oder in mehreren Fächern nicht erreicht, können individuelle Lernziele vereinbart werden. Dafür ist eine Abklärung beim Schulpsychologischen Dienst (SPD) oder beim Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJP) nötig. Ebenso ist für Schülerinnen und Schüler der Primarschule, die das ganze Jahr von der schulischen Heilpädagogin betreut werden, eine Abklärung durch eine kantonale Stelle (SPD/KJP) zwingend.
In Zukunft, ab Schuljahr 2016/2017, wird die Integrative Schulungsform (ISF) an der Primarstufe Therwil mit einem vom Gemeinderat bewilligten Lektionenpool umgesetzt. Jedem pädagogischen Team (= zwei Klassen, oder drei Klassen, die zusammenarbeiten) werden in der Regel 12 Lektionen, respektive 18 Lektionen Integrative Schulungsform (ISF) zugesprochen. Diese Lektionen werden von einer schulischen Heilpädagogin unterrichtet.
Mit dem neuen Modell können auch einzelne Schülerinnen und Schüler themenbezogen für kurze bis mittlere Sequenzen von der schulischen Heilpädagogin begleitet werden, ohne dass eine Abklärung beim SPD/KJP gemacht werden muss. Die Eltern werden in der Regel von der Lehrperson oder von der schulischen Heilpädagogin darüber informiert.
Neben der Förderung von Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten werden auch Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen im Rahmen der Integrativen Schulungsform (ISF) gefördert. Die Integrative Schulungsform (ISF) dieser Schülerinnen und Schüler findet in Absprache mit den Eltern statt.

Heilpädagogischer Dienst Kindergarten

Charlotte Bickel, 11.08.2015

Heilpädagogik im Kindergarten erfüllt eine präventive Funktion. Kinder mit besonderen Bedürfnissen in ihrer gesamten Entwicklung oder in Teilbereichen werden in Zusammenarbeit mit der Kindergartenlehrperson frühzeitig erfasst und durch die Heilpädagogin speziell gefördert und unterstützt.

Details

Ziel der heilpädagogischen Beratung ist es, den Eltern und der Kindergartenlehrperson beratend und unterstützend zur Seite zu stehen, um dem Kind einen guten Start im Kindergarten und später in der Schule zu ermöglichen. Falls notwendig kann das Kind im Einverständnis mit den Eltern heilpädagogisch unterstützt und gefördert werden. Diese zusätzliche Förderung findet nach Möglichkeit während der Kindergartenzeit statt. Sie erfolgt meist in kleinen Gruppen oder alleine im Zimmer des Heilpädagogischen Dienstes oder integrativ im Kindergarten des Kindes. Dieses Angebot ist kostenlos. 

Einführungsklasse

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 02.09.2016

Die Einführungsklasse bereitet Schülerinnen und Schüler während zwei Schuljahren auf den Übergang in die 2. Klasse der Primarstufe vor. Der Besuch der Einführungsklasse zählt als ein Schuljahr. Die Einführungsklasse eignet sich für Schülerinnen und Schüler mit einer Reifeverzögerung.
Die Kindergartenlehrperson bespricht zusammen mit der schulischen Heilpädagogin, ob ein Kind im Rahmen des EK-Kontingents für die Einführungsklasse empfohlen wird.
Eine EK-Empfehlung muss von der Kindergartenlehrperson schriftlich festgehalten werden und den Eltern zur Unterschrift vorgelegt werden. Erklären sich die Eltern mit der Empfehlung zur Einschulung in die Einführungsklasse einverstanden, meldet die Kindergartenlehrperson das Kind der Schulleitung.
Die Einführungsklasse wird als Mehrjahrgangsklasse geführt. In der Mehrjahrgangs - Einführungsklasse stehen maximal 12 Plätze zur Verfügung.
Nach der Einführungsklasse treten die Kinder bei entsprechendem Leistungsstand in die 2. Klasse der Primarstufe ein. Falls erforderlich, wird eine Schülerin/ein Schüler in der 2. Klasse durch die Integrative Schulungsform unterstützt. Der SPD/KJP beantragt diese Massnahme. Es besteht ausserdem die Möglichkeit, dass eine Schülerin/ein Schüler nach der Einführungsklasse in die Kleinklasse übertritt. Der SPD/KJP beantragt diese Massnahme im Einverständnis mit den Eltern.

Kleinklasse Unterstufe, Mittelstufe (KK)

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 02.09.2016

Kleinklassen ermöglichen Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten eine individuelle Unterstützung. Die Schülerinnen und Schüler gehen in einem kleineren Klassenverband zur Schule.
Die gesetzlichen Grundlagen der Kleinklassen regelt die Verordnung.

 

Details

Die Kleinklassen bieten:

  • Das Entdecken der Freude am Lernen 
  • Individuelle Förderung im schulischen Bereich
  • Üben eines sorgfältigen Umgangs miteinander
  • Das Entdecken der eigenen Fähig- und Fertigkeiten 
  • Das Erlernen des Umgangs mit den eigenen Stärken und Schwächen 
  • Raum für Eigeninitiativen

Musikklasse

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 02.09.2016

An unserer Schule führen wir einzelne Klassen als sog. Musikklassen. Was aber sind überhaupt Musikklassen?

Der „Erweiterte Musikunterricht“ in der Schule hat eine lange Tradition. Beeindruckt von der Musikerziehung in Ungarn begann Ernst W. Weber vor rund 30 Jahren in Bern mit entsprechenden Schulversuchen. An unserer Schule begann François Jeannin im Jahre 2005 mit seiner Kleinklasse Mittelstufe (als erste Kleinklasse des Kantons) mit dem erweiterten Musikunterricht. Seit 2008 ist eine weitere Musikklasse in der Unterstufe und seit 2009 auch auf der Mittelstufe dazu gekommen. Musikklassen können immer nur dann geführt werden, wenn entsprechend ausgebildete Lehrpersonen in der Lage sind, dieses Angebot zu bieten. Möchten Sie aktuell wissen, welche Klassen als Musikklassen geführt werden, wenden Sie sich an unser Sekretariat.

Details

Im erweiterten Musikunterricht erhält die Musik im schulischen Unterricht mehr Gewicht. Die Lektionszahl im Fach Musik wird auf vier erhöht. Damit die Gesamtlektionszahl erhalten bleibt, werden Lektionen aus andern Fächern gekürzt. Die Musik kann auch fächerübergreifend im Unterricht eingesetzt werden.
Lehrpersonen, die eine Klasse mit erweitertem Musikunterricht führen, musizieren und singen mit ihren Klassen vermehrt. Dabei ist der Einbezug der Bewegung in vielfältiger Form zur Musik wichtig. Musik bietet viele Möglichkeiten für Bezüge zu andern Schulfächern. So können zum Beispiel Übungsphasen im Unterricht dank musikalischer Unterstützung interessanter und effizienter gestaltet werden. Viele Sachkenntnisse können von den Schülerinnen und Schülern vernetzt und ganzheitlich erworben werden.
Die Lehrplanziele und die Gesamtstundenzahl bleiben verbindlich. Das heisst, dass die Schülerinnen und Schüler mit erweitertem Musikunterricht in allen Fächern dieselben Lernziele erfüllen müssen wie in anderen Klassen. Dadurch wird der Übertritt an weiterführende Schulen gesichert

Wie wirkt sich der erweiterte Musikunterricht aus?
Verschiedene Untersuchungen und Publikationen auch ausserhalb der Schweiz weisen auf die positive Wirkung der Musikerziehung hin. Trotz der Reduktion der Lektionszahl in den Fächern Sprache, Mathematik und Naturwissenschaften sind im Vergleich zu den andern Klassen keine Leistungsunterschiede zu erkennen. Das gemeinsame Singen und Musizieren fördert in den Klassen mit erweitertem Musikunterricht unter anderem die gegenseitige Rücksichtnahme und ein diszipliniertes Zusammenarbeiten.

Förderunterricht

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 19.03.2012

Jeder Klasse der Primarschule stehen pro Woche 1.5 Lektionen Förderunterricht zur Verfügung. Diese Förderstunden werden von der Klassenlehrperson in Zusammenarbeit mit der Förderlehrperson geplant. Die Lehrpersonen schicken jeweils jene Kinder in Förderstunden, die die entsprechende Unterstützung im Moment benötigen. Innerhalb der Förderstunden werden Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen individuell gefördert. Der schulische Stoff wird gegebenenfalls wiederholt, verteift und gefestigt. Grundlegende Fähigkeiten zum Erlernen des Stoffes werden trainiert.

Logopädie

Charlotte Bickel, 11.08.2015

Die Logopädie fördert Schülerinnen und Schüler mit Problemen in der Sprachentwicklung und der Kommunikation. Logopädie umfasst Beratung, Abklärung, gegebenenfalls Therapie und Begleitung in allen sprachlichen Bereichen. Ziel ist eine verbesserte Kommunikationsfähigkeit sowohl in der mündlichen als auch der schriftlichen Sprache.

Details

Was ist Logopädie?
In der Logopädie wird - durch eine gezielte Behandlung - die Kommunikationsfähigkeit von Menschen, deren Sprache auf irgend eine Art gestört oder eingeschränkt ist, verbessert oder wiederhergestellt; dazu gehört auch die schriftliche Ausdrucksweise.

Wen behandelt die Logopädin oder der Logopäde?
Menschen aller Altersstufen, vom Kleinkind bis Grossmutter oder Grossvater.

Wie nehme ich Kontakt auf?
Direkt bei den Logopädinnen/den Logopäden, über die Primar- oder die Kindergartenlehrperson, die Kinderärztin/den Kinderarzt oder über andere Fachpersonen.

Weitere Information erhalten Sie direkt von unserer Logopädin/unserem Logopäden (061 725 44 70) oder unter folgender Adresse Externer Link www.logopaedie.ch

Deutsch als Zweitsprache / Intensivunterricht

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 02.09.2016

Deutsch als Zweitsprache unterstützt alle Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Ziel dieser Lektionen ist der möglichst rasche Anschluss an den regulären Klassenunterricht und die Integration in unsere Kultur. Der Intensivunterricht (2 bis 4 Kinder) umfasst während des ersten Jahres 4 bis 8 Wochenlektionen, der Stützunterricht (2 bis 6 Kinder) 2 Wochenlektionen. Die Lektionen finden in der Regel parallel zur normalen Schulzeit statt.

Details

Entscheidungskompetenz der Schulleitung
Die örtliche Schulleitung entscheidet bei neu zugezogenen Schülerinnen und Schülern über die Aufnahme in eine Integrationsklasse für Fremdsprachige respektive in den Intensivunterricht in Deutsch als Zweitsprache. Es braucht dazu keine Abklärung durch eine Fachstelle

Integrative Sonderschulung (INSO)

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 13.08.2015

Die Integrative Sonderschulung vermittelt eine der Behinderung angepasste Bildung, fördert die Persönlichkeitsentwicklung, eine möglichst selbstständige Lebensführung und die soziale Integration von Schülerinnen und Schülern mit einer Behinderung.
Für Kleinkinder wird eine Heilpädagogische Früherziehung angeboten. Für behinderte Kinder, die nicht integriert werden können, existieren spezielle Schulen.

Details

Anspruch
Anspruch auf Leistungen der Sonderschulung haben Schülerinnen und Schüler, welche infolge einer Behinderung nur mit zusätzlichen Massnahmen einen öffentlichen Kindergarten oder eine öffentliche Primar- oder Sekundarschule besuchen können. Die Leistungen der Sonderschulung, mit Ausnahme der Verpflegung über Mittag und der Betreuung am Nachmittag und in stationären Einrichtungen, sind unentgeltlich.

Leistungen der Sonderschulung setzen eine vorherige Abklärung durch eine vom Kanton bestimmte Fachstelle voraus (Schulpsychologischer Dienst oder Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst).

Heilpädagogische Früherziehung
Die heilpädagogische Früherziehung ist Beratung und Unterstützung von Kindern mit Behinderungen und ihrer Erziehungsberechtigen sowie ihres Umfeldes nach der Geburt bis zum Eintritt in den Kindergarten.

Stützmassnahmen (Beratung und integrative Sonderschulung)
Unterstützende Massnahmen ermöglichen wohnortsnahe, integrative Schulung im öffentlichen Kindergarten und in der öffentlichen Primarschule. Sie dienen der direkten Förderung von Schülerinnen und Schülern mit einer Behinderung sowie der Unterstützung und der Entlastung der Lehrpersonen. Stützmassnahmen sind Beratung, Einzelunterstützung oder integrative Sonderschulung in Gruppen. Die Unterstützung erfolgt durch spezialisierte Einrichtungen der Sonderschulung.

Psychomotoriktherapie
Schülerinnen und Schüler mit Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen erhalten Psychomotoriktherapie.

Unterricht in speziellen Schulen
Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung, die weder mit den Angeboten der speziellen Förderung noch den Stützmassnahmen der Sonderschulung integrativ beschult werden können, besuchen eine Sonderschule, die speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. In besonderen Situationen werden Schülerinnen und Schüler in einem Heim mit interner Schule untergebracht (Unterricht in stationären Einrichtungen).

Fahrkosten
Die Kosten für Fahrten zu den Einrichtungen der Sonderschulung werden vom Kanton übernommen, wenn die Schülerin oder der Schüler behinderungsbedingt den Weg nicht selbstständig zurücklegen kann. Für die Organisation der Fahrten ist in der Regel die Sonderschuleinrichtung besorgt.

Husi-Club 99

Corinne Dalhäuser-Burkhardt, 04.08.2015

Im „Husi-Club 99“ können die Schülerinnen und Schüler an zwei Tagen nach dem Nachmittagsunterricht ihre Hausaufgaben lösen, lernen und ihr Wissen vertiefen. Die Schule leistet mit der Aufgabenhilfe einen Beitrag an die Familien, indem die Kinder durch eine Fachperson beim Lösen der Aufgaben und beim Lernen betreut, unterstützt und angeleitet werden.
Der „Husi-Club 99“ steht allen Kindern der Primarschule Therwil offen, die ihre Aufgaben in der Schule erledigen wollen, kompetente Unterstützung suchen, neue Lerntechniken anwenden wollen, in einem disziplinierten Umfeld lernen wollen, zu Hause nicht die notwendige Unterstützung erhalten können oder die Hausaufgaben nicht alleine lösen können oder wollen.
Der „Husi-Club 99“ wird durch eine ausgebildete Lehrperson geleitet und findet am Dienstag und Donnerstag ab 15.25 Uhr in den Schulhäusern Mühleboden und Wilmatt statt.

Mit der Anmeldung verpflichten sich die Eltern, ihr Kind während eines Semesters in den Husi-Club zu schicken. Die Kosten betragen CHF 60.00 pro Nachmittag und Semester.